„Peterchens Mondfahrt
mit Anneliese und Sumsemann“
nach G. v. Bassewitz (mit Andreas Hutzel)




ALEXANDER GRUBER

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Rotkäppchen

Rotkäppchen gehört, wie „Hänsel und Gretel“, zu den einfachen, und doch sehr bekannten ‚Kindermärchen‘, worin die Protagonisten zwar das Elternhaus verlassen, aber - verändert, erfahrener - zurück kehren. Das Mädchen, keiner erotischen Versuchung ausgesetzt wie bei Perrault, wird doch vom bösen Wolf auf die Schönheit des Waldes, das ist: der Welt, aufmerksam gemacht, insofern ist das Wolfs-Abenteuer für ihr Älter- und Reiferwerden unerläßlich. Wenn er sich nicht zusammennimmt, kann er auch lasziv werden; er singt: Ich habe einen buschigen Schwanz/ und freß die kleinen Mädchen ganz. Die Großmutter dagegen sagt an einer Stelle: „Sind Leib und Seel gesund, erträgt man alles.“

Und das Motto des Ganzen stammt von Matthias Claudius:

Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer,
tönt so traurig, wenn er sich bewegt,
und nun aufhebt seinen schweren Hammer
und die Stunde schlägt.


Kein Motto natürlich für die Kinder; hier geht es nicht ums Bewußtwerden, es ist ein Motto für die Macher.


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Rotkäppchen