ALEXANDER GRUBER



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Tiermärchen vieler Völker – Band 5


Tiermärchen vieler Völker
Märchen aus China

Pendragon Verlag
196 Seiten | KB | Euro 14,99
ISBN: 978-3-86532-639-3
Februar 2019





Bauern, Kaiser und Prinzessinnen, Schlangen, Drachen, Füchse und Tiger - ihre Geschichten werden hier in den »Tiermärchen aus China«, dem 5. Band der Reihe »Tiermärchen vieler Völker«, von Alexander Gruber neu erzählt. Zum großen Teil aus mündlicher Überlieferung des einfachen Volkes stammend, erinnert uns die Tierwelt in den vorliegenden 29 Märchen an die wesentliche Lebensgrundlage von uns Menschen. Zudem bringen uns die Märchen das Geisterreich nahe, welches einen integrativen Bestandteil der chinesischen Kultur darstellt. Auch ein bunter Reigen kleiner und großer Märchenheldinnen und -helden erscheint.
Die Tiermärchen aus China einscheinen im Februar 2019


Grimms Märchen-Krimis


Grimms Märchen-KrimisMärchen-Krimis? Was ist das denn? Mord und Totschlag, Raub und Diebstahl, Lüge und Betrug im Märchen? Gibt es das wirklich? Alexander Gruber hat ermittelt: Zweihundert Märchen haben die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gesammelt: Erzählungen von Menschen, aus ihrem Leben und aus ihrer Welt. Wollen sie wahr sein – und das wollen sie – scheuen sie vor der Realität nicht zurück und nicht vor dem Bösen. So trifft der Leser auf skrupellose Raubmörder oder Stiefmütter, die sich ungeliebter Kinder entledigen und sieht dem kaltblütigen Frauenmörder »Blaubart« ins Auge, aber die Grimms machen es dabei spannend: der Mörder wetzt in der Vorhalle schon sein Messer, und seine jüngste Frau ruft verzweifelt aus dem Fenster nach ihren Brüdern …

Märchen-Krimis sind echte Krimis, ihre Schule gewissermaßen, und sind echte Märchen: mitleidend, versöhnlich, gerecht.



Tiermärchen vieler Völker


Alexander Gruber über seine Märchen-Edition

Tiermärchen vieler Völker - Alexander GruberMit Märchen bin ich aufgewachsen – während des Krieges. Weil ich, bevor ich in die Schule kam, schon lesen konnte, las ich alle Märchenbücher, deren ich habhaft werden konnte, und so saß ich sommers im Garten, hinter dem am Hang der lichte Wald emporstieg, worin wir, als der Krieg vorüber war, Bucheckern sammelten, die als goldgelbes Öl aus der Ölmühle zurückkamen. Winters saß ich am Küchenherd, wo es warm war und im ›Schiff‹ das heiße Wasser summte. Die Bomber flogen nur nachts, und im Luftschutzkeller warfen die Kerzenstummel gerade genug Licht auf die groß bedruckten magischen Seiten. Seltsamerweise gehörte für mich Angst nicht in diese archaische Welt. Hatte der Däumling Angst? Der Zaunkönig? Oder der Sperling?

Abends, bevor ich einschlief, hörte ich den Frauen zu, die am Waldrand saßen, nähten, strickten, schwatzten und sangen: »Kommt ein Vogel geflogen«, »Ännchen von Tharau«, »In einem kühlen Grunde« … Ohne dass ich es wusste, lernte ich des »Knaben Wunderhorn« halb und halb auswendig. Die Wäsche wurde im Kupferkessel gekocht, nachdem sie mit Soda eingeweicht wurde, und der hinkende Nachbar zog den toten Kaninchen zu Weihnachten das Fell über die Ohren. Wir Kinder gaben aber das unsere nicht her; heimlich ließen wir es frei.

Bei den Märchen bin ich geblieben. »Aschenputtel« mit seinen Tauben war das erste, das ich fürs Theater schrieb. Weitere zwanzig folgten. Auf der Bühne leben sie; sie sind nicht vergangen. Auch jeder, der sie liest oder hört, bringt sie auf seine innere Bühne. Sie wachsen in unserer Seele, in unserem Geist aus dem Humus der Vergangenheit. Beinahe unmerklich schaffen sie eine allen gemeinsame Menschlichkeit und dem, der nachdenkt: Erkenntnis.

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