ALEXANDER GRUBER



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Tiermärchen vieler Völker – Band 6


Tiermärchen vieler Völker
Märchen aus Vietnam

Pendragon Verlag
142 Seiten | KB | Euro 15,00
ISBN: 978-3-86532-677-5
März 2020





Die Tiere in den hier versammelten vietnamesischen Märchen, dem bereits 6. Band unserer Reihe »Tiermärchen vieler Völker«, lösen keinen großen Schrecken aus. Warum? Hier gehören sie ins Ganze der Welt. Sie treten ein für einen Menschen, der sie als Lebewesen gleichen Rechts behandelt hat. Sie tun es, auch wenn sich so oft zeigt, dass die Menschen die weitaus Schlimmeren sein können.
Die vietnamesischen Volkserzählungen sind oft witzig und knüpfen gern an bekannte Lieder, Sprüche oder Kinderspiele an.
Die Tiermärchen aus Vietnam einscheinen im März 2020.



Die Konferenz der Kinder


Konferenz der Kinder – Frauenkirche DresdenHier handelt es sich um ein sensationelles Chorwerk von dem jungen Komponisten Arne Gieshoff (Libretto: Alexander Gruber). 150 Kinder, die sich in einem freiwilligen Sommercamp vorbereiten, gestalten „Die Konferenz der Kinder. Nach einer Idee von Erich Kästner.

Eine weitere Sensation bietet die Initiatorin Elisabeth Holmer. Sie singt die bislang unbekannte Schwester des geliebten ‚Kleinen Prinzen‘, Soeur Chacunne, die aus dem All auf den schönen blauen Planeten Erde kommt. Politiker und Wissenschaftler begrüßen Sie. Doch sie will die Kinder befragen, wie es um die Welt steht.

Die Kinder berichten von schrecklichen Kriegserlebnissen überall auf der Welt und misstrauen der Beschwichtigung des Abgesandten der Politik. Sie berufen sich dagegen auf die von der UNO beschlossenen Rechte der Kinder und rufen auf zu einem Streik für eine gesunde Zukunft und für den Frieden der Welt.

Darin bekräftigt sie Soeur Chacunne und nimmt voll Hoffnung Abschied.
Die Uraufführung des Chorwerks fand 2019 – vielbeachtet in sämtlichen Medien und mit lebhaftem Erfolg – in der Frauenkirche Dresden statt.

Für das Jahr 2020 sind Aufführungen in Chemnitz und für 2021 in Görlitz geplant.



Grimms Märchen-Krimis


Grimms Märchen-KrimisMärchen-Krimis? Was ist das denn? Mord und Totschlag, Raub und Diebstahl, Lüge und Betrug im Märchen? Gibt es das wirklich? Alexander Gruber hat ermittelt: Zweihundert Märchen haben die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gesammelt: Erzählungen von Menschen, aus ihrem Leben und aus ihrer Welt. Wollen sie wahr sein – und das wollen sie – scheuen sie vor der Realität nicht zurück und nicht vor dem Bösen. So trifft der Leser auf skrupellose Raubmörder oder Stiefmütter, die sich ungeliebter Kinder entledigen und sieht dem kaltblütigen Frauenmörder »Blaubart« ins Auge, aber die Grimms machen es dabei spannend: der Mörder wetzt in der Vorhalle schon sein Messer, und seine jüngste Frau ruft verzweifelt aus dem Fenster nach ihren Brüdern …

Märchen-Krimis sind echte Krimis, ihre Schule gewissermaßen, und sind echte Märchen: mitleidend, versöhnlich, gerecht.



Tiermärchen vieler Völker


Alexander Gruber über seine Märchen-Edition

Tiermärchen vieler Völker - Alexander GruberMit Märchen bin ich aufgewachsen – während des Krieges. Weil ich, bevor ich in die Schule kam, schon lesen konnte, las ich alle Märchenbücher, deren ich habhaft werden konnte, und so saß ich sommers im Garten, hinter dem am Hang der lichte Wald emporstieg, worin wir, als der Krieg vorüber war, Bucheckern sammelten, die als goldgelbes Öl aus der Ölmühle zurückkamen. Winters saß ich am Küchenherd, wo es warm war und im ›Schiff‹ das heiße Wasser summte. Die Bomber flogen nur nachts, und im Luftschutzkeller warfen die Kerzenstummel gerade genug Licht auf die groß bedruckten magischen Seiten. Seltsamerweise gehörte für mich Angst nicht in diese archaische Welt. Hatte der Däumling Angst? Der Zaunkönig? Oder der Sperling?

Abends, bevor ich einschlief, hörte ich den Frauen zu, die am Waldrand saßen, nähten, strickten, schwatzten und sangen: »Kommt ein Vogel geflogen«, »Ännchen von Tharau«, »In einem kühlen Grunde« … Ohne dass ich es wusste, lernte ich des »Knaben Wunderhorn« halb und halb auswendig. Die Wäsche wurde im Kupferkessel gekocht, nachdem sie mit Soda eingeweicht wurde, und der hinkende Nachbar zog den toten Kaninchen zu Weihnachten das Fell über die Ohren. Wir Kinder gaben aber das unsere nicht her; heimlich ließen wir es frei.

Bei den Märchen bin ich geblieben. »Aschenputtel« mit seinen Tauben war das erste, das ich fürs Theater schrieb. Weitere zwanzig folgten. Auf der Bühne leben sie; sie sind nicht vergangen. Auch jeder, der sie liest oder hört, bringt sie auf seine innere Bühne. Sie wachsen in unserer Seele, in unserem Geist aus dem Humus der Vergangenheit. Beinahe unmerklich schaffen sie eine allen gemeinsame Menschlichkeit und dem, der nachdenkt: Erkenntnis.

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