ALEXANDER GRUBER



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Abenteuer Buchmesse – LVZ-Kriminacht


Schon die Ankunft am 17. 3. im Verlagsgebäude der LEIPZIGER VOKSZEITUNG war beeindruckend: ungemein garstiges ‚sibirisches Wetter‘ und gleichwohl eine riesige Schlange durchs geräumige Foyer, die sich per Aufzug nach oben in den großen, sehr breiten ‚Kuppelsaal‘ reckte, der an die tausend Leute beherbergt. Die freundlichen hilfreichen Geister betonten: seit Wochen ausverkauft! Mein Begleiter musste unten warten, ob er, wenn alle Platz genommen hätten, noch unterzubringen sei. War er! 8 Krimi-Autoren waren geladen und angekündigt, darunter 3 Leipziger: bewährte und eine ‚Debütantin‘ (sehr nervös, aber mit gutem Einfall). Bücher, Imbiss und Getränke wurden reichlich angeboten in der lebhaften Pause.
Es gab zwei Runden zu je Vieren. Ich war in der zweiten, zusammen mit Sebastian Fitzek, der Hauptattraktion. Alle wurden vom freundlichen und kenntnisreichen Moderator vorgestellt und kurz und launig interviewt. U.a. las ich ‚Blaubart‘ aus meinem Band GRIMMS MÄRCHEN-KRIMIS: Spannung pur und großer Beifall. Alle waren’s hochzufrieden.
Am 18. 3. noch grässlicheres Wetter. Die Buchmesse: schwarz und bunt von Menschen, der Charakter: ein Volksfest. Dann der Schreck auf dem Hbf Leipzig: gesperrt, eingefrorene Weichen! Um halb Vier ging doch ein IC, der schon 3 Stunden Verspätung hatte, ruckelnd und zuckelnd, ab, schaffte es mühsam bis Magdeburg und stand da über eine Stunde: es gab keinenn Lok-Führer mehr. Schließlich – wie wurde nicht verraten – fand sich einer, aber der Zug, der bis Köln gehen sollte, endete nun in Hannover! Zum Glück schien die Strecke Berlin – Hannover befahrbar; 1 ICE kam schließlich angezischt und sammelte alle Gestrandeten ein.
Jetzt bin ich also heil wieder zuhause. Alexander Gruber




Grimms Märchen-Krimis


Grimms Märchen-KrimisMärchen-Krimis? Was ist das denn? Mord und Totschlag, Raub und Diebstahl, Lüge und Betrug im Märchen? Gibt es das wirklich? Alexander Gruber hat ermittelt: Zweihundert Märchen haben die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm gesammelt: Erzählungen von Menschen, aus ihrem Leben und aus ihrer Welt. Wollen sie wahr sein – und das wollen sie – scheuen sie vor der Realität nicht zurück und nicht vor dem Bösen. So trifft der Leser auf skrupellose Raubmörder oder Stiefmütter, die sich ungeliebter Kinder entledigen und sieht dem kaltblütigen Frauenmörder »Blaubart« ins Auge, aber die Grimms machen es dabei spannend: der Mörder wetzt in der Vorhalle schon sein Messer, und seine jüngste Frau ruft verzweifelt aus dem Fenster nach ihren Brüdern …

Märchen-Krimis sind echte Krimis, ihre Schule gewissermaßen, und sind echte Märchen: mitleidend, versöhnlich, gerecht.




Tiermärchen vieler Völker


Alexander Gruber über seine Märchen-Edition

Tiermärchen vieler Völker - Alexander GruberMit Märchen bin ich aufgewachsen – während des Krieges. Weil ich, bevor ich in die Schule kam, schon lesen konnte, las ich alle Märchenbücher, deren ich habhaft werden konnte, und so saß ich sommers im Garten, hinter dem am Hang der lichte Wald emporstieg, worin wir, als der Krieg vorüber war, Bucheckern sammelten, die als goldgelbes Öl aus der Ölmühle zurückkamen. Winters saß ich am Küchenherd, wo es warm war und im ›Schiff‹ das heiße Wasser summte. Die Bomber flogen nur nachts, und im Luftschutzkeller warfen die Kerzenstummel gerade genug Licht auf die groß bedruckten magischen Seiten. Seltsamerweise gehörte für mich Angst nicht in diese archaische Welt. Hatte der Däumling Angst? Der Zaunkönig? Oder der Sperling?

Abends, bevor ich einschlief, hörte ich den Frauen zu, die am Waldrand saßen, nähten, strickten, schwatzten und sangen: »Kommt ein Vogel geflogen«, »Ännchen von Tharau«, »In einem kühlen Grunde« … Ohne dass ich es wusste, lernte ich des »Knaben Wunderhorn« halb und halb auswendig. Die Wäsche wurde im Kupferkessel gekocht, nachdem sie mit Soda eingeweicht wurde, und der hinkende Nachbar zog den toten Kaninchen zu Weihnachten das Fell über die Ohren. Wir Kinder gaben aber das unsere nicht her; heimlich ließen wir es frei.

Bei den Märchen bin ich geblieben. »Aschenputtel« mit seinen Tauben war das erste, das ich fürs Theater schrieb. Weitere zwanzig folgten. Auf der Bühne leben sie; sie sind nicht vergangen. Auch jeder, der sie liest oder hört, bringt sie auf seine innere Bühne. Sie wachsen in unserer Seele, in unserem Geist aus dem Humus der Vergangenheit. Beinahe unmerklich schaffen sie eine allen gemeinsame Menschlichkeit und dem, der nachdenkt: Erkenntnis.

Übersicht Tiermärchen >>> Broschüre




Tiermärchen vieler Völker – Band 4


Tiermärchen vieler VölkerNeuerscheinung Mai 2017
Tiermärchen vieler Völker
Band 4 | Märchen aus Russland


Pendragon Verlag
166 Seiten | KB | Euro 14,99
ISBN: 978-3-86532-589-1
Auch als eBook erhältlich





Die hier versammelten russischen Märchen, ob sie unter Tieren spielen oder Tiere als Helfer handeln lassen, sie sind mit Herz und Verstand erzählt, komisch und derb manchmal, spöttisch oder zart, immer mitfühlend, oft auch mit großem Atem. Und so gewinnen wir einen erstaunlichen Einblick in die viel beschworene, nirgends besser greifbare »russische Seele«.




Tiermärchen vieler Völker


Sindbad der SeefahrerNeuerscheinung November 2016
Sindbad der Seefahrer

Pendragon Verlag
120 Seiten | KB | Euro 12,00
ISBN: 978-3-86532-571-6
Auch als eBook erhältlich





Neu erzählt von Alexander Gruber

Sindbad der Seefahrer hat Unglaubliches erlebt, in Persien vor über 1000 Jahren. Aber er ist ein moderner Mensch: mobil, risikofreudig, profit­orientiert. Nur für sich selbst tritt er ein. Nur sich selbst ist er verantwortlich. Dabei ist er klug, ja, vorsichtig, anpassungsfähig, manchmal, wenn es die Lage erfordert, sogar kühn. Tollkühn niemals. Die spannenden Abenteuer, die er auf seinen Reisen erlebt und besteht, dann auch später erzählt sind unerwartet und fabelhaft, aber auch hart und grausam. Und wie es sich gehört, übernimmt dieser Fahrer durch die Stürme des Lebens zuletzt auch Verantwortung für seinen Namensvetter, Sindbad den Lastträger.